Chronik

22. März 2010

Chronik des Blasorchesters Ebern anlässlich des 40jährigen Jubiläums im Jahr 2000

1957 mit Michael Kreier

1957 mit Michael Kreier

1957 auf dem Weg nach Vierzehnheiligen - Otto Einwag (Tuba)

1957 auf dem Weg nach Vierzehnheiligen - Otto Einwag (Tuba)

Sie kann sich schon sehen lassen: Die Chronik des Blasorchesters im Musikverein Knabenkapelle Ebern 1960 e. V. Werter Leser, werte Leserin! Die nachstehenden Seiten können nur einen Auszug aus dem vielfältigen Vereinsleben anhand von Personen, zahllosen Aktivitäten und Ereignissen im und rund um das Blasorchester Ebern darstellen, wobei sich die Autoren bemüht haben, anhand ausgewählter Ereignisse und Personen einen roten Faden durch die zurückliegenden 40 Jahre zu ziehen. Nicht mehr ganz jung und bereits gehaltvoll sowie in offensichtlicher Dichte und steter Weiterentwicklung begriffen ist die Chronik des Blasorchesters Ebern nach nunmehr 40 Jahren.

Bereits im Herbst 1956 wurde der Gedanke bei mehreren Musikern der Stadtkapelle Ebern wach, ein Jugendkapelle ins Leben zu rufen, mit dem Ziel, die Stadtkapelle durch Nachwuchs zu stärken. Unmittelbarer Anlas aber waren die ständigen Schwierigkeiten, aus dem guten Dutzend der aktiven Musiker der Stadtkapelle, für die katholische Pfarrei Ebern und ihre Sprengel bei festlichen Anlässen wie Prozessionen einen würdigen musikalischen Rahmen zu gewährleisten. Überzeugt von der Tatsache, dass in der damaligen Kreisstadt im Hinblick auf das vorhandene Interesse unter zahlreichen Jugendlichen an der Blasmusik, dem sich letztendlich auch die Elternschaft nicht verschloss und die Gründung einer Jugendkapelle von Erfolg gekrönt sein würde, machte sich zuerst Musikfreund Otto Einwag und wenig später dann im Verbund mit Michael Kreier ans Werk, eine Knabenkapelle ins Leben zu rufen. Nachdem sich die Instrumentenbeschaffung dank privater und fördernder Initiative besonders durch die Herren Geistlicher Rat Dr. Haller und Malermeister Georg May bestens angelassen hatte, gelang es mit großer Geduld, zielstrebigem Eifer, fachlichem Können und in Zusammenklang mit der erfreulichen Aktivität der anfangs etwa 20 Buben in verhältnismäßig kurzer Zeit einen musikalischen Klangkörper herauszubilden. Anfangs trat die neu gegründete Knabenkapelle in erster Linie als Kirchenmusikkapelle in Erscheinung, wobei sie erstmals 1957 im Rahmen der Fußwallfahrten zum fränkischen Gnadenort Vierzehnheiligen würdig bestand.

Nachdem das Repertoire der Kirchenmusik für die jungen Akteure keine Schwierigkeiten mehr bereitete und für neue Herausforderungen zu begeistern war, wurde dann am 28. September 1960 der „Musikverein Knabenkapelle Ebern 1960 e.V.“ mit dem Ziel gegründet, die fränkische Volks- und Blasmusik zu pflegen und zu erhalten. Die Gründungsversammlung fand im „Laurentius Stüberl“ in der Kapellenstraße statt, wo Kreisbauamtmann Franz Einwag zum ersten Vorsitzenden gewählt und eine Vereinssatzung mit dem „Ziel der Jugendförderung und musikalischer Ausbildung“ in Angriff genommen. Nach den Unterlagen betrug die Gründungsmitgliederzahl mit Eintragung vom 15. November 1960 etwa 48 Mitglieder, wobei es sich zumeist um die Eltern der jungen Musiker waren. Dem Nordbayerischen Musikbund NBMB trat die Knabenkapelle am 16. April 1961 als Mitglied bei, wobei die erste an den NBMB gemeldete Liste bereits 36 aktive Musiker auswies.

Dem ersten Vorsitzenden in der Vereinsgeschichte, Franz Einwag, folgten in der Vereinsführung im Juni 1961 Fritz Ebert, der jedoch bereits im Juli 1961 wieder zurücktrat. Ihm folgte Hans Mai bis Januar 1962. Danach übernahm Josef Schmitt vom Januar 1962 bis Januar 1963 die Leitung des Vereines. Die Turbulenz der ersten Jahre in der Vereinsführung fand ein Ende, nachdem am 27. Januar 1963 Franz Reich das Vertrauen der Mitglieder erhielt und zusammen mit der Vorstandschaft und dem Ausschuss als neuer Vorsitzender verantwortlich zeichnete. Nach acht Jahren am 24. Januar 1971 stellte er das Amt aus Gesundheitsgründen zur Verfügung. Als Anerkennung und Dankbarkeit wurde er der erste Ehrenvorsitzende in der Vereinsgeschichte der Knabenkapelle Ebern. Bei lokalen Veranstaltungen in der ehemaligen Kreisstadt und dem ehemaligen Landkreis Ebern waren die jungen Musiker bald bekannt und an vielen Plätzen der weiteren Umgebung, wie in Lichtenfels, im Rosengarten zu Coburg, in Rodach, Frohnlach, Schweinfurt aber auch im Kurgarten von Bad Kissingen erklangen ihre Weisen, wofür dankbarer Beifall jeweils nicht ausblieb. Die größte Freude als Lohn für die Mühe und Arbeit mit der Knabenkapelle Ebern durfte der erste Dirigent Michael Kreier erleben, als im Mai 1961 auf dem Bundesbezirksmusikfest in Scheinfeld/ Mittelfranken unter seiner Stabführung ein 1. Rang mit Auszeichnung in der Sonderstufe beim Wertungsspiel erreicht und ein Ehrenpreis durch Prinz Heinrich von Schwarzenberg verliehen wurde. Nachdem der verdienstvolle Kapellenleiter Michael Kreier sein Amt abgegeben hatte und Ebern berufsbedingt verließ, übernahm Musiklehrer Alois Süß aus Heilgersdorf die musikalische Leitung. Infolge eines Unfalles musste er aber den Dirigentenstab wieder aus der Hand legen. Ihm folgte vorübergehend Richard Zweier bis man ab September 1962 Josef Thein aus Unterpreppach mit der Kapellenleitung beauftragte – einem befähigten Dirigenten mit reichem Einfühlungsvermögen – unvergessen bei den Jugendlichen als Erzieher, die ihn vorbehaltlos anerkannten. Das bis dahin wohl eindrucksvollste Erlebnis für die jungen Musiker war das großartige Unterfränkische Jugend-Blaskapellentreffen am 2. Und 3. Juli 1966 in den Auwiesen von Ebern, woran sich 25 Gastkapellen beteiligten. Dieses Musikfest stand unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hans Merkl, der nur wenige Wochen später verstarb. Wo immer die jungen Musiker in ihren farbenfrohen Trachten auftraten fanden sie viel Beachtung, so auf dem Musikfest 1966 beim Patenverein Gerach. Im Sommer 1967 weilte die Knabenkapelle Ebern zu Besuch in Straß im Zillertal in Österreich. Der Gegenbesuch der Tiroler Trachtenkapelle erfolgte im Juni 1969. Seit dieser Zeit bestehen freundschaftliche Bande zwischen beiden Vereinen. Der erste Tonträger in Form einer Schallplatte erschien 1968 mit 2 flotten Märschen, dem „Ottilien Marsch“ und „Unter dem Sternenbanner“. Leider musste auch Josef Thein aus Gesundheitsgründen im Frühjahr 1968 seine erfolgreiche Dirigententätigkeit beenden. In Würdigung seiner Verdienste wurde Josef Thein 1971 zum Ehrendirigenten ernannt. Vorübergehend übernahm Otto Peter, Stabsmusikermeister a. D. aus Bamberg den Dirigentenstab, bis im September 1968 Musiklehrer Kurt Bernhard, ebenfalls aus Bamberg, die Nachfolge von Josef Thein antrat. Unter seiner straffen Leitung erreichten die jungen Musiker einen beachtlichen Leistungsstand, der es ihnen ermöglichte im Wertungsspielen von der damaligen Sonderstufe – vergleichbar der heutigen Unterstufe – in die Mittelstufe zu wechseln. Erstmals wurden anspruchsvolle Konzertstücke und Ouvertüren ins Repertoire aufgenommen. Auch Kurt Bernhard musste aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Dirigent im Herbst 1971 aufgeben.

1961 mit Dirigent Michael Kreier vor dem Alten Rathaus in Ebern

1961 mit Dirigent Michael Kreier vor dem Alten Rathaus in Ebern

1964 mit Dirigent Josef Thein vor der Staatlichen Realschule

1964 mit Dirigent Josef Thein vor der Staatlichen Realschule

Am 24. Januar 1971 wurde Günther Drastik zum 1. Vorsitzenden gewählt. Am 6. Oktober 1971 übernahm Herbert Kraft aus Bamberg die musikalische Leitung, ein ebenfalls befähigter und einsatzfreudiger Dirigent. Aus dieser Zeit sind die Musikfeste in Esselbach im Spessart 1971 als auch das Bundesbezirksmusikfest in Mellrichsstadt 1973 mit erfolgreicher Wertungsspielteilnahme und besonders das Gründungsfest der Blasmusik Kraisdorf am 21 und 22. Juli 1973 zu vermerken. Dabei übernahm die Knabenkapelle Ebern die Patenschaft der Blasmusik Kraisdorf. Vom 1. – 4. Juni 1974 weilte die Eberner Knabenkapelle mit 165 Ausflüglern zu einem Pfingstausflug bei ihren Tiroler Freunden in Straß und Mayrhofen in Österreich. In Verbindung mit der Gründung einer Wanderabteilung im Musikverein trat man im Jahre 1972 gleichzeitig dem Internationalen Volkssportverband IVV als Mitglied bei. Der IVV stellt sich die Aufgabe Volkssportveranstaltungen wie Wandern, Rad- oder Skiwandern anzuregen, um damit einen Beitrag zur Volksgesundheit zu leisten. Seitdem richtet eine aktive Wandergruppe und Unterabteilung im Verein jährlich einmal die IVV-Wandertage der Knabenkapelle Ebern aus. Die erste Veranstaltung in Ebern wurde am 30. Juli 1972 durchgeführt. Es folgten die IVVVeranstaltungen im Januar 1973 und im Juli 1974. Der erste Organisationsleiter laut Protokoll war Ludwig Schmitt. Fortan wurde die Vorstandschaft im Musikverein um einen 1. und 2. Wanderwart für die Wanderabteilung erweitert. Am 27. Januar 1974 löste Herbert Blaschke bei den Neuwahlen in der Jahreshauptversammlung Günther Drastik in der Vereinsführung ab. Noch im gleichen Jahre startete der neue Vorsitzende eine der größten Vereinsaktivitäten. Nicht weniger als 165 Ausflügler, darunter die jungen Akteure des Musikkörpers besuchten im Rahmen einer 4-Tagesfahrt die Musikfreunde in der Partnergemeinde Straß im Zillertal. Vom 20. – 23. Juni 1975 feierte die Knabenkapelle ihr 15-jähriges Bestehen mit einem Kreismusikfest, an welchem 42 Vereine, darunter 14 Musikkapellen, teilnahmen. Als Schirmherr fungierte der 1. Bürgermeister der Stadt Ebern Rolf Feulner. Auch die Musikfreunde aus Straß in Tirol waren mit Musikkapelle und einer Trachten- und Tanzgruppe anwesend. Am 6. Oktober 1976 legte Herbert Kraft aus Altersgründen das Amt des Dirigenten nieder. An seine Stelle trat am 1. Dezember 1976 Otto Dömling. In der Jahreshauptversammlung am 27. Februar 1977 übernahm Ottmar May den Vorsitz im Musikverein. Seine Amtszeit sollte 6 Jahre bis zum 30. Januar 1983 währen und dem Ergebnis, dass die Knabenkapelle ein fester Bestandteil des Eberner Kultur- und Gesellschaftslebens wurde. Er verwirklichte die in der Vereinssatzung proklamierte Geselligkeit durch die Einführung des Weinfestes im Herbst und den Rosenmontagsball, wovon sich die Rosenmontags – Tanzveranstaltung bis heute ohne Unterbrechung erhielt. Gleichfalls zu einer Dauereinrichtung im Jahreszyklus wurde unter der Trägerschaft der Knabenkapelle seitdem jedes Frühjahr in der Aula der Hauptschule das Frühjahrskonzert, an dem sich Gastkapellen und/ oder Gesangvereine – insbesondere der Gesangverein Eyrichshof – beteiligen. Der Erlös aus freiwilligen Spenden wird caritativen, kulturellen, heimatverbundenen Zwecken zugeführt oder auch für die Ausbildung und die Jugendarbeit im Verein eingesetzt. 1979 wurde die Langspielplatte mit dem Titel „Musikalische Grüße aus dem Eberner Land“ aufgenommen, die zweite, an der neben anderen Musikvereinen auch die Knabenkapelle Ebern mitwirkte. Am 10. April 1980 übernahm Kammermusiker a.D. Heinrich Jahn das Amt des Dirigenten von Otto Dömling. Mit ihm erfuhr die Kapelle eine musikalische Richtungsänderung dahingehend, dass die konzertante Blasmusik in den Vordergrund rückte. Sichtbare Erfolge seiner Arbeit waren die in Nürnberg aufgenommene zweite, ausschließlich von den jungen Eberner Akteuren eingespielte Langspielplatte „Zwischen den Glocken von Ebern“, die am 15. November 1981 im Kulturraum des Rathauses vorgestellt wurde, gleichfalls wie der unter seiner Stabführung errungene 1. Rang mit Belobigung im Juli 1982 in Neubrunn, wo die Knabenkapelle erstmals in der Höchststufe bei einem Wertungsspiel antrat.

1966 - die Vorstandschaft des Musikvereines Knabenkapelle Ebern untere Reihe v.l.n.r.	Kassier Leo Zettelmeier, 1. Vorsitzender Franz Reich (1963 - 1971), 2. Vorsitzender Ottmar May mittlere Reihe v.l.n.r.	Hermine Elflein, Ausschußmitglied, Hannelore Haupt, Schriftführerin obere Reihe v.l.n.r.	Walter Halbhuber, Ausschußmitglied, Hans Glöckner, Zeugwart, August Seifert, Ausschußmitglied

1966 - die Vorstandschaft des Musikvereines Knabenkapelle Ebern untere Reihe v.l.n.r. Kassier Leo Zettelmeier, 1. Vorsitzender Franz Reich (1963 - 1971), 2. Vorsitzender Ottmar May mittlere Reihe v.l.n.r. Hermine Elflein, Ausschußmitglied, Hannelore Haupt, Schriftführerin obere Reihe v.l.n.r. Walter Halbhuber, Ausschußmitglied, Hans Glöckner, Zeugwart, August Seifert, Ausschußmitglied

Im September 1980 reiste die Knabenkapelle im Rahmen der Städtepartnerschaft Ebern-Straß nach Tirol ins Zillertal. Der Jahresausflug führte die Musikanten in die Stadt Wertheim, wo sie auf Einladung der Stadt eine Schifffahrt auf dem Main absolvierten und dabei die Gäste mit flotten Weisen unterhielten. Durch viele Eigenleistungen der Mitglieder und Musiker konnte der Umbau des ehemaligen Sommerkindergartens in der Walk-Strasser-Anlage am 23. Mai 1981 als neues Musikheim fertiggestellt und eingeweiht werden. Die Schlüsselübergabe erfolgte durch den 1. Bürgermeister der Stadt Ebern Rolf Feulner an den Vorstand der Knabenkapelle. Am Tag darauf wurde das 1. Anlagenfest vor dem neuen Musikheim gefeiert. Damit hatten die allwöchentlichen Proben im Kreisjugendheim ein Ende, welches den zeitgemäßen Anforderungen nicht mehr entsprach. Im September 1982 fuhren die jungen Musiker nach Herbern ins Münsterland. Pate dieser Begegnung war 2. Bürgermeister Erich Weber, der aus dieser Gegend stammt. Die Musiker waren Gäste der Jakobibruderschaft, eines Vereines ortsansässiger honoriger Herren, wobei erstmals freundschaftliche Kontakte zur Musikkapelle „Schwardtländer“ in Herbern geknüpft werden konnten. Aus dieser Zeit stammt die Idee der beiden Aktiven Olaf Hegen und Thomas Heim, die Erlöse aus den jährlichen Vorweihnachtskonzerten in und um Ebern zugunsten von Patenkindern aus der 3. Welt zu verwenden. So konnten mit den Erlösen dieser gut besuchten Konzerte bisher immer 2 Patenschaften unterhalten werden, wobei auf diese Weise hilfsbedürftigen Kindern über einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren eine Schulerziehung, handwerkliche Ausbildung sowie Essen und Unterkunft für jeweils 50 DM pro Monat eine Chance für einen Einstieg in das sicherlich nicht einfache Leben in diesen Breitengraden ermöglichen. Darüber hinaus stellten die Musiker die Mehrerlöse der erhaltenen Spenden jeweils karitativen Zwecken zur Verfügung. Nachdem sich Ottmar May in der Jahreshauptversammlung im Januar 1983 nicht mehr zur Wahl stellte, wurde Elfriede Oppelt aus Pfarrweisach zur 1. Vorsitzenden gewählt. Sie trat jedoch nach wenigen Monaten von diesem Amt zurück, so dass am 27. Mai 1983 Fritz Hagel das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm. Mit diesem Wechsel löste der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Haßberge, Werner Höhn, auch Heinrich Jahn als Dirigenten ab. Mit seiner energischen und temperamentvollen Stabführung konnte die eingeschlagene musikalische Richtungsänderung auf eine solide Basis unter Ausweitung des Repertoires und Vergrößerung des Orchesterkörpers auf über 60 Aktive und Auszubildende gebracht werden. Der Leistungsstand konnte souverän auch bei den Teilnahmen an Wertungsspielen in der Ober- und der Höchststufe mit Bestwertungen unter Beweis gestellt werden, nicht zuletzt auch durch die mit Nachdruck vom Dirigenten geforderte und geförderte musikalische Weiterbildung der Aktiven in Lehrgängen, verbunden mit dem Erwerb der Leistungsabzeichen des NBMB. Aus den Jahren 1983/ 84 sind die Auftritte bei der PAN-Europa Veranstaltung in München, die Vereinsjubiläen der Musikkapellen in Straß und der Schwardtländer in Herbern sowie die Konzertreise vom 09. – 17. Juni 1984 nach Pierrelatte und Umgebung im Rhonetal in Südfrankreich besonders zu erwähnen. Die Reise nach Südfrankreich kam durch die guten persönlichen Beziehungen von Dirigent Werner Höhn zustande. Der Jahresabschluss 1984 bildete die Beteiligung am „1. Heiteren Musikanten Abend“ in der Städtischen Turnhalle in Ebern.

1969 mit Dirigent Kurt Bernhardt

1969 mit Dirigent Kurt Bernhardt

1973 mit Dirigent Herbert Kraft

1973 mit Dirigent Herbert Kraft

Am 10. April 1985 fuhr die Knabenkapelle auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Eduard Lintner zu einem Besuch in den Bundestag nach Bonn und konnte dabei umfangreiche Eindrücke aus der Arbeit der Volksvertreter mit nach Hause bringen. Unter der Leitung von Fritz Hagel wurde das 25-jährige Bestehen des Vereines vom 06.-10.Juni 1985 mit einem BBMF würdig ausgerichtet. Die Schirmherrschaft übernahm Herr Albert Meyer, Staatssekretär der Finanzen im Bayerischen Finanzministerium. Über 60 Vereine, darunter 42 Musikvereine gestalteten einen der größten Festzüge in Eberner Mauern. Offiziell wurde das BBMF durch den Bezirksvorsitzenden Edgar Rudloff und Kreisvorsitzenden Werner Höhn. Zweifellos war einer der Höhepunkte des Musikfestes der Festakt in der Aula der Hauptschule Ebern. Vorsitzender Fritz Hagel unterstrich in seiner Rede auf die Schwierigkeiten und Bemühungen in den vergangenen Jahrzehnten, die Existenz der Kapelle zu sichern. Als bemerkenswertestes Ereignis dieses Jubiläums sei die Umbenennung des Vereines „Musikverein Knabenkapelle Ebern 1960“ in „ Blasorchester im Musikverein Knabenkapelle Ebern 1960 e.V.“ ein wichtiger Schritt auf diesem Wege. Damit war auch äußerlich die Schwelle für die Aufnahme weiblicher Akteure in das Blasorchester Ebern überwunden. Nicht vergessen werden darf die Ernennung von Ottmar May zum Ehrenvorsitzenden und von Georg Einwag zum Ehrenmitglied aufgrund ihrer Verdienste um den Verein im Rahmen des Festkommerses dieser Veranstaltung. Von den Gründungsmitgliedern konnten außer Georg Einwag auch Leo Zettelmeier, Josef Schmitt, Isidor Heppt und Gerhard Einwag als Gründungsmitglieder und 25 Jahre Vereinszugehörigkeit die Silberne Vereinsnadel in Empfang nehmen. In seiner Festansprache unterstrich der Vizepräsident des NBMB, Otto Zeyer den Beitrag der Musikkapellen zum kulturellen Leben und umriss deren Stellenwert in der Gesellschaft. Im Februar 1986 wurde Fritz Hagel bei den Neuwahlen im Sportheim in Ebern nach seiner ersten Amtsperiode für weitere 3 Jahre erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Dirigent sprach bei dieser Versammlung von 146 Aktivitäten innerhalb eines Jahres, darin inbegriffen sind die Probenauftritte bis zur Kirchenmusik, was ein Ausdruck für die Leistungsbereitschaft der Musiker und Musikerinnen sei. Jedoch sei man hier an eine Grenze gestoßen. Als musikalische Höhepunkte in diesem Jahr sind die Teilnahmen beim internationalen Marschmusikwettbewerb in Hammelburg und beim BBMF in Bad Königshofen einzureihen, wobei in der Oberstufe angetreten, jeweils ein erster Rang mit Belobigung und Auszeichnung erspielt werden konnte. Ein weiterer Höhepunkt war die erstmalige Teilnahme am Oktoberfestzug am 21. September 1986 in München. Das Jahr 1987 brachte eine Neuauflage der Reise des Blasorchesters Ebern nach Pierrelatte in Südfrankreich, wo man vom 05. – 14. Juni 1987 dieses Mal unter der Gesamtleitung von Dirigent Werner Höhn den befreundeten Musikzug „Echo du Roc“ erneut besuchte. Die Reise kam wie bereits drei Jahre zuvor über die Partnerschaft des Landkreises Haßberge zum District Tricastin mit der Districtstadt Pierrelatte und erneuter tatkräftiger Unterstützung von Dirigent Werner Höhn zustande. Insbesondere die Erkundung der Ardeche, die Teilnahmen an den landestypischen Blumen-Umzügen mit Musikzügen aus dem gesamten Mittelmeerraum sowie und die beiden Abendkonzerte in Faison la Romaine und Pierrelatte vor großem Publikum brachten den Teilnehmern neun ereignisreiche, unvergessliche Tage. Bereits eine Woche später, am 21. Juni 1987 trat man beim Wertungsspiel in Buckenhofen bei Forchheim in der Höchststufe an und erreichte einen 1. Rang mit Belobigung. Als einzigen Wermutstropfen vermerkte der Wertungsbericht die in dieser Spielstufe fehlende Komplettbesetzung, die Oboe und Fagott einschließt. Jedoch fehlen, trotz 68 aktiver Musiker, die an diesen Instrumenten interessierten Musiker, Ausbilder als auch die Mittel für diese teuren Instrumente. Diese Worte schloss der 1.Vorsitzende Fritz Hagel in der Jahreshauptversammlung im Februar 1988 in seiner Rückschau mit ein. Bemerkenswert war weiterhin, dass auf dieser Versammlung 31 Mitgliedern für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit die Silberne Vereinsnadel mit Urkunde zugesprochen werden konnte.

1978 mit Dirigent Otto Dömling

1978 mit Dirigent Otto Dömling

1980 mit Dirigent Heinrich Jahn und 1. Vors. Ottmar May (1977 – 1983)

1980 mit Dirigent Heinrich Jahn und 1. Vors. Ottmar May (1977 – 1983)

Das Frühjahrskonzert 1988 fand am 19. März in der Aula der Hauptschule Ebern mit dem Jugendblasorchester Ebersdorf und dem Gesangverein Eyrichshof statt. Auf dieser Veranstaltung wurde die erste Standarte in der Vereinsgeschichte vorgestellt, gestiftet von Mitglied und Gönner Alfred Pape. Beide kirchlichen Vertreter, Pfarrer Heinrich Knauer von der katholischen und Erich Bornmüller von der evangelischen Kirchengemeinde erteilten ihren Segen. Im Frühsommer des Jahres 1988 löste sich die Stadtkapelle Ebern nach über 90-jähriger Vereinsgeschichte auf. Die ursprüngliche Zweckbestimmung der einstigen Knabenkapelle, ausgebildete Musiker der Stadtkapelle zuzuführen, war aus den verschiedensten Gründen nie Realität geworden. Hinweise über Versuche die beiden Vereine zusammenzuführen sind in den Protokollen von Vorstandssitzungen der Jahre 1968 nachzulesen. Damit übernahm das Blasorchester Ebern alleine die Tradition und Verpflichtung der Blasmusik in Ebern. Im Juli 1988 traten die Musiker auf dem BBMF in Neunkirchen am Brand erneut in der Höchststufe beim Wertungsspielen an. Erspielt wurde „nur“ ein 2. Rang. Die Wertungsrichter machten sofort nach dem Auftritt auf eine Fehlauslegung beim Einstudieren der Partitur aufmerksam, was nochmals im Wertungspielbericht nachgelesen werden konnte. Die Welt ging für die Eberner Musiker deshalb jedoch nicht unter. Es war das letzte Konzertwertungsspiel mit dem scheidenden Dirigenten Werner Höhn, der aus beruflichen Gründen zum 1. Oktober 1988 sein Amt zur Verfügung stellte. Als Nachfolger konnte Ernst Grimmer aus Baunach, ein gebürtiger Eberner, von Beruf Lehrer und einst selbst Musiker in der Knabenkapelle, gewonnen werden. Am 18. September 1988 wurde zum zweiten Male in der Vereinsgeschichte am Oktoberfestzug mit der neuen Vereinsstandarte teilgenommen. Die Aktiven des Blasorchesters wurden unter der Leitung von Georg Einwag am Eingang der Theresienwiese nach einem über 7 km Marsch im Festzug vom amtierenden Bayerischen Landesvater und Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß begrüßt. Viele der Aktiven sahen ihn zum ersten und zum letzten Male. Vierzehn Tage später verstarb der Ministerpräsident während eines privaten Aufenthaltes im Osten Bayerns. Nicht vergessen werden unter den Ereignissen dieses Jahres, darf die Grundsteinlegung des LMV-Gebäudes der Firma FAG in Ebern am 08. Dezember 1988, die das Blasorchester würdig mitgestalten konnte. Am 17. Februar 1989 fand die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt. Fritz Hagel wurde nach 1986 erneut als Vorstand bestätigt und peilt damit, seit Mai 1983 im Amt, einen neuen „Vereinsrekord“ an. In seinen Ausführungen konnte er erstmalig von über 300 Mitgliedern berichten. Auf dieser Versammlung wurde als herausragendes Vereinsmitglied Georg Einwag geehrt, der seit über 2 Jahrzehnten an den Blechblasinstrumenten den Nachwuchs ausbildet und seitdem auch die Kirchenmusik organisiert und leitet, womit er über alle Amtszeiten von Vorständen und Dirigenten eine tragende Persönlichkeit im Verein geworden ist. Unter dem neuen Dirigenten Ernst Grimmer trat man erstmalig zum Leistungsnachweis im Mai und im Juni 1989 auf den BBMFen in Sulzfeld im Grabgau und in Pödeldorf in Oberfranken jeweils in der Oberstufe an und erspielte erste Ränge, einmal mit Auszeichnung und einmal mit Belobigung. Am 16. Juli 1989 brachte das Blasorchester Ebern auf Einladung des NBMB am „Tag des Musizierens“ anlässlich der 200-Jahr Feier des Englischen Gartens „dem Jubilar“ in München mit Standkonzerten am Haus der Künste und unter dem Monopterustempel als einer der vielen Repräsentanten des für den musikalischen Rahmen verantwortlich zeichnenden Nordbayerischen Musikbundes seine Aufwartung.

1984 mit Dirigent Werner Höhn

1984 mit Dirigent Werner Höhn

1988 die Vereinsstandarte gestiftet von Alfred Pape

1988 die Vereinsstandarte gestiftet von Alfred Pape

Bereits im Frühjahr 1989 sprach die Stadt Ebern die Vorstandschaft des Blasorchesters Ebern über Probleme des kirchlichen Kindergartens bezüglich neuer Krippenplätze und die dafür notwendigen Räumlichkeiten an. Nach Prüfung mehrerer Alternativen blieb nach Aussage des Gremiums die sinnvollste Lösung die Einbeziehung des benachbarten Probenheimes für die vorgesehene Kindergartenerweiterung. Die Göttin Fortuna hatte anscheinend das Blasorchester Ebern nicht vergessen, dass just zur selben Zeit für das Alte Sudhaus in der Braugasse aufgrund mehrerer Umstände, u.a. wegen des Denkmalschutzes für dieses im Jahre 1734 erbauten Gebäudes eine Sanierung durch die Stadt Ebern sowieso anstand, wobei der Zeitpunkt der Durchführung auch von einer sinnvollen Zweckbestimmung abhing und mit einem Zeitfenster für die Bereitstellung von öffentlichen Fördermitteln solcher Objekte durch die Bezirksregierung Unterfranken zusammenfiel. Die geladene Vorstandschaft des Blasorchesters Ebern wurde im Rahmen einer Hauptausschusssitzung am 18. Juli 1989 zu diesem Thema befragt, da der Verein im Besitz eines gültigen Pachtvertrages über die Jahrtausendwende für die Nutzung des Probenheimes in der Walk-Strasser Anlage besaß. Ein für das Blasorchester Ebern wichtiger Termin war dann die Stadtratssitzung am 27. Juli 1989, worin die Sanierung des Alten Sudhauses einstimmig beschlossen wurde und dem Blasorchester Ebern nach Fertigstellung mit Nutzungsvertrag zur Verfügung stehen sollte. Am 14./ 15. Oktober 1989 richtete die Wanderabteilung des Blasorchesters Ebern unter Leitung der langjährigen Wanderwarte Georg Müller und Josef Einwag die 20. IVV-Veranstaltung mit Start und Ziel in der städtischen Turnhalle aus. Erstmals fiel im Februar 1990 der Rosenmontagsball des Blasorchesters Ebern aus. Die Vorstandschaft folgte einem landesweiten Aufruf der Politiker, in Anbetracht des Krieges der westlichen Staatenvereinigung gegen den Irak ein äußeres Zeichen der Anteilnahme zu setzen. Für das Blasorchester Ebern war das keine einfache Geste, da der Erlös dieser Veranstaltung zu einem großen Teil der Finanzierung des jährlichen Vereinshaushaltes beiträgt. Am 2. März 1990 fand die Jahreshauptversammlung statt und einen Tag später, am 3. März 1990 brachten erstmals 13 von über 30 Vereinsmitglieder in der Folgezeit Eigenleistungen am Alten Sudhaus ein, um mit Abbruch- und Aufräumarbeiten den Umbau für das neue Probenheim vorzubereiten. Vierzehn Tage später, am 17. März 1990 fand das Frühlingskonzert zusammen mit dem benachbarten Jugendblasorchester Unterpreppach und dem Gesangverein Eyrichshof vor einer Rekordkulisse von über 500 Zuhörern statt. Der ganze Winter und das Frühjahr 1990 standen bereits im Zeichen der Vorbereitungen für das vom 08. – 11. Juni 1990 geplante Kreismusikfest im Rahmen des 30-jährigen Bestehens des Blasorchesters Ebern, dem alles überragenden Ereignis des Vereinsjahres 1990. Im Vorfeld dieses Jubiläums beendete im April 1990 nach erst eineinhalbjähriger Tätigkeit Dirigent Ernst Grimmer aus persönlichen und familiären Gründen seine Tätigkeit beim Blasorchester Ebern. In die Bresche für das vakante Dirigentenamt sprang Gerhard Himmel aus Baunach, der zu dieser Zeit noch mitten im Lehramtsstudium u.a. mit der Fachrichtung Musiklehre studierte. Neben den notwendigen theoretischen Kenntnissen konnte er bereits ein fundiertes praktisches Können als Posaunist im Heeresmusikkorps Veitshöchheim vorweisen, wo er seinen Militärdienst ableistete. Wie bereits 5 Jahre zuvor, diente der Festplatz am alten Schwimmbad an der Baunach im Norden Eberns wieder als Festplatz. Mit seinen persönlichen Beziehungen konnte Vorsitzender Fritz Hagel den Datenschutzbeauftragten der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Alfred Einwag, einen der größten und prominentesten Söhne der Stadt Ebern als würdigen Schirmherrn gewinnen. Dr. Alfred Einwag ließ es sich nicht nehmen, aus diesem Anlas seine Heimatstadt Ebern zu besuchen und reiste zusammen mit seiner Gattin aus der damaligen Bundeshauptstadt Bonn an und war während des gesamten Festverlaufes im wahrsten Sinne des Wortes Schirmherr, da das ganze Jubiläum wegen des regnerischen Wetters buchstäblich ins Wasser fiel.

1988 Ehrenmitglied Georg Einwag am Oktoberfestzug in München

1988 Ehrenmitglied Georg Einwag am Oktoberfestzug in München

1989 mit Dirigent Ernst Grimmer

1989 mit Dirigent Ernst Grimmer

Beim Empfang der Stadt Ebern konnte Bürgermeister Rolf Feulner eine Schar von prominenten politischen Mandatsträgern im Alten Rathaus begrüßen, darunter u.a. auch Klemens Mößlein, den Vizepräsidenten des Bayerischen Landtages und als Vertreter des NBMB, den Bezirksvorsitzenden Unterfranken, Herrn Edgar Rudloff. Aus dem Verlauf der Festveranstaltung ist besonders die außergewöhnliche Festrede des Schirmherrn Dr. Alfred Einwag, sowohl in Stil und Inhalt, im Rahmen des Festaktes am 09. Juni 1990 in der Aula der Hauptschule Ebern hervorzuheben, in welcher er sich mit dem Begriff Heimat auseinandersetzte und die Brücke zur Eberner Blasmusik schlug, die in seinen Erinnerungen an seine Kindheit und Jugendzeit in Ebern schon ein integraler Bestandteil des öffentlichen und kirchlichen Lebens in Ebern war. Der Festzug mit annähernd 48 Vereinen und Blaskapellen fiel buchstäblich ins Wasser, weshalb nur der Gemeinschaftschor unter dem regensicheren Dach des Festzeltes gespielt werden konnte. Die erhofften Erlöse für die Vereinskasse an den Festtagen kommentierten 1. Vorsitzender Fritz Hagel und die Kassiererin Karin Hegen kurz aber treffend: „Viel Wasser wenig Durst“ bei den Besuchern gepaart mit „Viel Arbeit für wenig Ertrag“ auf Seiten des Veranstalters! Aus der Schar der Gäste und Vereine sind besonders die Auftritte der befreundeten Bundeskapelle Straß, des Musikvereines Roggenbeuren und der Patenkapelle des Musikvereines Kraisdorf hervorzuheben. Bereits zwei Wochen später war man am 23. Juni 1990 anlässlich des „Tages der Europäischen Blasmusik“ in Würzburg in musikalischen Angelegenheiten unterwegs. Mit weiteren 3 Musikkapellen konnte man zum Abschluss dieses Tages im Garten der Residenz dem Bayerischen Ministerpräsidenten Franz Streibl mit einem Ständchen aufwarten der sich sichtlich freute und Zeit für eine Unterhaltung mit den überwiegend jungen Musikern fand. Auch zur Deutschen Wiedervereinigung anlässlich der Feier des ersten Jahrestages, lieferte das Blasorchester Ebern im Rahmen der Einweihung eines Gedenksteines und einer Baumpflanzung am 03. Oktober 1990 in Ebern an der Ecke Coburger Straße zur Gymnasiumstraße gegenüber der Tennisanlage seinen musikalischen Beitrag zu diesem historischen Ereignis. Aus dem Rahmen der üblichen musikalischen Anlässe fiel für das Blasorchester Ebern am 10. November 1990 die Mitgestaltung der Einweihungsfeier des Lager-Montage-Versand-, kurz LMVZentrums der Fa. FAG in Ebern, nachdem man bereits bei Grundsteinlegung im Oktober 1988 zu einem festlichen Rahmen beitragen konnte. Zum einen war es der Rahmen mit den prominenten Gästen, darunter auch der bayerische Wirtschaftsminister, und zum anderen das große Publikum der Belegschaft der Fa. FAG, vor dem die Musiker in einem „Heimspiel“ ihr ganzes Repertoire unter Beweis stellen konnten. Aus dem Reigen des Jahres 1991 ist das Frühlingskonzert im März zusammen mit den Alstertaler Musikanten aus Wasmuthhausen und dem Gesangverein Eyrichshof hervorzuheben, das wiederum eine Rekordkulisse von über 400 Zuhörern sah. Eine reizvolle Aufgabe hatte das Blasorchester Ebern im Mai 1991 als Mitgestalter des Kommersabends beim Treffen der Europäischen Nachtwächter in Ebern. Armin Dominka aus Ebern, bekannt und tätig als der „Hobby“ – Türmer bei offiziellen Anlässen und Festen in Ebern, war es gelungen, eine farbenfrohe Schar von Türmern aus ganz Europa nach Ebern einzuladen. Im Juni 1991 stellte man sich nach zweijähriger Pause beim BBMF in Bad Königshofen wieder den Wertungsrichtern im Marschmusikwettbewerb und im Wertungsspiel. Die zugesprochene Bestnote im Marschmusikwettbewerb konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die in der Oberstufe beim Wertungsspiel angetretenen Eberner Musiker das größte musikalische Tal der letzten zehn Jahre durchfuhren. Im Wertungsbericht der Jury wurden zwar die technische und rhythmische Beherrschung der gewählten Stücke betätigt, jedoch mussten deutlich Abstriche im Klangbild gemacht werden, die quer durch den Wertungsbericht mit Hervortreten fast aller Instrumente aufgezeigt wurden.

1991 das neue Proben-Heim – das Alte Sudhaus in der Braugasse

1991 das neue Proben-Heim – das Alte Sudhaus in der Braugasse

1991 mit Dirigent Gerhard Himmel am Oktoberfestzug in München

1991 mit Dirigent Gerhard Himmel am Oktoberfestzug in München

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